enhancing girls with migration background to cooperate in women policies in the European Consultative Body for Migrant Girls Civic Engagement
Voices of Change (VOC)
In Europa wird die Partizipation von Migrantinnen zunehmend als entscheidend für deren Integration in die Gesellschaft und politische Entscheidungsprozesse anerkannt. Vor allem junge Migrantinnen stehen häufig vor besonderen Hürden, die ihre Teilnahme an politischen Diskussionen einschränken.
Junge Migrantinnen stellen eine besonders verletzliche Gruppe innerhalb der Migrantenbevölkerung dar, obwohl sie einen bedeutenden Anteil an den Migrationsströmen nach Europa ausmachen. Ihre Stimmen bleiben jedoch häufig sowohl in Entscheidungsprozessen als auch in öffentlichen Debatten ungehört. Laut den Vereinten Nationen haben Migrantinnen ein einzigartiges Potenzial, den interkulturellen Dialog zu fördern, da sie aufgrund ihrer Erfahrungen mit kulturellen Übergängen und gemeinsamen Herausforderungen im Migrationsprozess eine besondere Perspektive mitbringen. Dennoch werden junge Migrantinnen oft von politischen Beteiligungsprozessen ausgeschlossen, und zwar aus folgenden Gründen:
- Fehlende politische Repräsentation: In vielen europäischen Ländern sind politische Rechte eng an die Staatsbürgerschaft geknüpft, was junge Migranten von Wahlen und anderen demokratischen Mechanismen ausschließt.
- Strukturelle Diskriminierung: Institutionelle und rechtliche Barrieren verhindern, dass junge Migranten Zugang zu Machtpositionen erhalten, was ihre Einflussmöglichkeiten auf politische Entscheidungen weiter einschränkt.
- Geschlechter- und kulturelle Vorurteile: Diskriminierende Stereotypen, die auf Geschlecht und Kultur basieren, schränken die Teilhabemöglichkeiten von Migrantinnen weiterhin ein und fördern eine enge und marginalisierende Sichtweise auf ihre Rolle in der Gesellschaft.
Ziele und Inhalte
Das Projekt „Voices of Change (VOC)“ zielt darauf ab, die politische Teilhabe von Migrantinnen durch gezielte Maßnahmen zu stärken und einen Raum zu schaffen, in dem junge Migrantinnen aktiv an der Gestaltung von öffentlichen Politiken mitwirken können, die sie betreffen. Im Rahmen des Projekts wird ein europäisches Konsultationsgremium für Migrantinnen eingerichtet, das den Austausch zwischen Migrantinnen und Entscheidungsträgern fördert. Darüber hinaus werden Schulungen für die Gremiumsmitglieder organisiert, um deren Fähigkeiten in den Bereichen politische Beteiligung und soziale Integration zu stärken. Ein weiterer Schwerpunkt des Projekts liegt in der Ausarbeitung von politischen Empfehlungen zur Förderung der Integration von Migrantinnen.
Die Stärke von VOC liegt auch in der Zusammenarbeit zwischen jungen Migranten und einheimischen Jugendlichen, wodurch interkultureller Dialog und soziale Integration gefördert werden. Diese Umgebung des gegenseitigen Lernens führt zu einem besseren Verständnis zwischen den Gemeinschaften und hilft jungen Migranten, praktische und Führungsfähigkeiten zu entwickeln. Diese Fähigkeiten sind nicht nur für ihre soziale und berufliche Integration von entscheidender Bedeutung, sondern auch für ihre Zukunft als aktive und informierte europäische Bürger.
Neuigkeiten
Fortschritte beim VOC-Projekt: Von Schulungen zu EU-weiten Impulsen
Das Projekt „VOC – Voices of Change” hat in den letzten Monaten stetige Fortschritte gemacht. Am 13. März 2025 haben wir 13 Online-Schulungen erfolgreich abgeschlossen, die den Teilnehmerinnen praktische Instrumente an die Hand gaben, um ihre Stimmen zu stärken und ihre Teilhabe am politischen Leben zu verbessern.
Im September haben wir den ersten Entwurf der Handlungsempfehlungen fertiggestellt. Diese wurden im Rahmen von fünf Online-Sitzungen entwickelt, in denen Migrantinnen ihre Lebenserfahrungen austauschten und gemeinsam mit dem Konsortium konkrete Lösungen für die Herausforderungen der Inklusion vorschlugen, mit denen sie in ihren Aufnahmeländern konfrontiert sind.
Unser nächster Meilenstein wird am 1. Dezember 2025 stattfinden, wenn wir eine abschließende Online-Sitzung abhalten werden, um das Empfehlungsdokument zu überarbeiten, das der Europäischen Union vorgelegt werden soll. Dieses Treffen mit den EU-Behörden ist für den 4. Februar 2026 in den Räumlichkeiten des Parlaments in Brüssel geplant und wird alle Projektpartner und Teilnehmer der Initiative zusammenbringen, insgesamt 126 Personen.
Das FHM-Team