Nachhaltige Entwicklung der Kulturlandschaft OWL - Hecken, Säumen und Wasserrückhalt in der Kulturlandschaft OWL
nekO
Im Zuge der vielfältigen Schäden, die der Klimawandel bereits verursacht, sind insbesondere auch Maßnahmen der Anpassung an den Klimawandel notwendig. NekO ist ein solches Projekt, das die Fachhochschule des Mittelstands durch Prof. Dr. Klaus Schafmeister und Landrat a.D. Friedel Heuwinkel begleiten darf.
Ziele und Inhalte
Mit dem Projekt nekO setzt die Gemeinde Kalletal gemeinsam mit der Technischen Hochschule OWL, der Fachhochschule des Mittelstands und dem Naturpark Teutoburger Wald Eggegebirge ein starkes Zeichen für den natürlichen Klimaschutz und die ökologische Aufwertung der Kulturlandschaft in Ostwestfalen-Lippe. Ziel dieses durch das Ministerium des Bundes für Umwelt geförderten Projektes ist es, durch die gezielte Anlage von Heckenmosaiken, blütenreichen Säumen und wasserrückhaltenden Elementen wie Mulden, Wällen und Versickerungsbecken die Biodiversität zu fördern und gleichzeitig den lokalen Wasserhaushalt zu stabilisieren.
Ausgangspunkt ist die Herausforderung, dass ehemalige, verdichtete Wirtschaftswege bei Starkregen das Wasser unkontrolliert ableiten und so Erosionsschäden und Überflutungen verursachen. Gleichzeitig fehlt es an kleinteiligen Landschaftsstrukturen wie Hecken und Solitärgehölzen, die für viele Arten essenziell sind. NekO begegnet diesen Problemen mit einem innovativen Maßnahmenbündel: Die Wiederherstellung strukturreicher Landschaftselemente verbessert nicht nur den Wasserrückhalt, sondern schafft auch neue Lebensräume, verbessert und sichert somit die Artenvielfalt und erhöht die landschaftliche Eigenart.
Wissenschaftlich begleitet wird das Projekt von der Technischen Hochschule OWL, der Fachhochschule des Mittelstands und dem Naturpark Teutoburger Wald Eggegebirge. Die Expertise reicht von Landschaftsarchitektur über Siedlungswasserwirtschaft bis hin zur Naturbildung. Die Grundlage bildet das „Wirtschaftswegekonzept Nordlippe“, das Potenziale für nachhaltige Flächenentwicklung aufzeigt, die die massiven Schäden bei Starkregenereignissen vermindern helfen.
Ein besonderes Highlight ist der geplante „Heckenerlebnisweg“, der Naturerleben und Umweltbildung verbindet. In Kooperation mit Kindergarten und Naturparkschule entstehen Workshops und pädagogisches Material, um das Projekt in der Bevölkerung zu verankern. Auch Landwirte werden durch partizipative Formate eingebunden.
NekO steht für eine Blaupause zur Anpassung an den Klimawandel: Die Maßnahmen verbessern den Schutz vor Starkregen, regulieren das Mikroklima, erhöhen die Bodenfeuchte und bieten bedrohten Arten neue Rückzugsräume. So leistet das Projekt einen wertvollen Beitrag zur regionalen Nachhaltigkeitsstrategie und zeigt, wie ökologische, gestalterische und soziale Aspekte wirkungsvoll zusammenspielen können. Wie wirkungsvoll dieser Beitrag für die Nachhaltigkeit ist, wird durch die FHM ermittelt.
Das FHM-Team
Prof. Dr. Klaus Schafmeister
Forschungsdirektor Innovation & Raumentwicklung, Leiter FHM Institut für das Handwerk (IHW)