ECOGAGE: Europäische Partner treffen sich in Rom zur Entwicklung innovativer Bildungsangebote für nachhaltigen Konsum
Wie können Menschen Nachhaltigkeitsversprechen kritisch hinterfragen und fundierte Entscheidungen im Alltag treffen? Mit dieser Frage beschäftigt sich das Erasmus+-Projekt „ECOGAGE – Engaging Critical Thinking for Sustainable Living“. Am 10. und 11. Juni 2026 trafen sich die Projektpartner erstmals persönlich in Rom, um die nächsten Meilensteine des Projekts voranzubringen.
Die Fachhochschule des Mittelstands (FHM) koordiniert das europäische Projekt und begrüßte gemeinsam mit den Partnerorganisationen aus Italien, Polen, Portugal und Slowenien wichtige Fortschritte bei der Entwicklung der Projektergebnisse.
Im Mittelpunkt des Treffens stand die Fertigstellung der sogenannten Fact Sheets, die typische Nachhaltigkeitsmythen und häufige Werbeaussagen kritisch beleuchten. Die Materialien greifen alltagsnahe Themen wie Ernährung, Kleidung, Mobilität, Energieverbrauch oder Nachhaltigkeitssiegel auf und helfen Verbraucherinnen und Verbrauchern dabei, Nachhaltigkeitsversprechen besser einzuordnen. Nach einer gemeinsamen inhaltlichen Überprüfung wurden die finalen Anpassungen abgestimmt und die nächsten Schritte für Übersetzung und Veröffentlichung festgelegt.
Darüber hinaus fiel in Rom der Startschuss für die Entwicklung einer Reihe interaktiver Animationsvideos. Diese sollen Erwachsene dabei unterstützen, die Auswirkungen ihrer Konsumentscheidungen besser zu verstehen und nachhaltige Handlungsalternativen kennenzulernen. In gemeinsamen Workshops entwickelten die Partner erste Storylines, identifizierten relevante Nachhaltigkeitsthemen und erarbeiteten realitätsnahe Entscheidungssituationen, die später in den Videos aufgegriffen werden.
Neben der inhaltlichen Arbeit standen auch Fragen der Qualitätssicherung, Projektkommunikation und Verbreitung der Projektergebnisse auf der Agenda. Die Partner stimmten gemeinsame Strategien ab, um die entwickelten Materialien möglichst vielen Erwachsenen in Europa zugänglich zu machen.
„Das Treffen in Rom war ein wichtiger Meilenstein für das Projekt. Nach der erfolgreichen Fertigstellung der Fact Sheets richten wir den Blick nun auf die Entwicklung innovativer Lernangebote, die Menschen dabei unterstützen, Nachhaltigkeitsinformationen kritisch zu bewerten und bewusste Entscheidungen zu treffen“, erklärt Prof. Volker Wittberg von der FHM.
Das Projekt ECOGAGE wird im Rahmen des Erasmus+-Programms der Europäischen Union gefördert und verfolgt das Ziel, kritisches Denken im Kontext nachhaltigen Konsums zu stärken. In den kommenden Monaten entstehen weitere digitale Bildungsangebote, darunter interaktive Videos und eine virtuelle nachhaltige Haushaltsumgebung, die Erwachsene dabei unterstützen sollen, nachhaltige Entscheidungen im Alltag besser zu verstehen und umzusetzen.