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Kreis Düren macht Tempo bei der Transformation: Erfolgreicher Initiierungsworkshop zum Transformationsnetzwerk

Kreis Düren. – Mit rund 60 Vertreterinnen und Vertretern aus Industrie, Handwerk, Dienstleistung, Gesundheitswirtschaft, Infrastruktur, Banken, Kammern sowie Forschung und Bildung ist am Donnerstag, 26. Februar 2026, im Dorint Hotel Düren der Initiierungsworkshop für ein Transformationsnetzwerk im Kreis Düren erfolgreich gestartet. Die hohe Beteiligung unterstreicht die Bedeutung von Digitalisierung, Cybersicherheit, Fachkräftesicherung und Strukturwandel für die Zukunftsfähigkeit des Wirtschaftsstandorts.

Landrat Dr. Ralf Nolten eröffnete die Veranstaltung und verwies auf die klare politische Rückendeckung: Ein Kreistagsbeschluss von 2023 hatte die Erstellung eines Digitalisierungskonzepts mit Lagebild zu Digitalisierung und Cybersicherheit beauftragt, das 2024 durch die Fachhochschule des Mittelstands (FHM), Campus Düren, unter Leitung von Prof. Dr. Kerstin Felser erarbeitet wurde. Auf Basis dieser Studie beschloss der Kreistag 2025, gemeinsam mit der FHM einen Initiierungsworkshop zur möglichen Gründung eines Transformationsnetzwerks durchzuführen.

In ihrem Impulsvortrag stellte Prof. Dr. Kerstin Felser die zentralen Ergebnisse der Studie sowie das Zielbild eines regionalen Transformationsnetzwerks vor. Dieses soll als verbindlicher Rahmen dienen, um die identifizierten Herausforderungen systematisch anzugehen – durch Austausch von Best Practices, Bündelung von Kompetenzen, gemeinsame Projekte und entsprechende Studien- und Bildungsangebote insbesondere für kleine und mittlere Unternehmen. Im Mittelpunkt steht dabei die Idee, Transformation als Gemeinschaftsaufgabe zu verstehen und weg vom Einzelkämpfertum hin zu Co-Kreation zu kommen.

Im weiteren Verlauf arbeiteten die Teilnehmenden in mehreren moderierten Kleingruppen-Sessions zu den Bedarfen der Unternehmen und zum konkreten Mehrwert eines Transformationsnetzwerks. In thematisch segmentierten Gruppen – unter anderem aus Beratung und Dienstleistung, Bildung und Forschung, Gesundheit, Handwerk, produzierenden Unternehmen, Infrastruktur/Umwelt, Politik/öffentlicher Hand, Sparkasse und Wirtschaftsförderung – wurden mit Hilfe eines „Light Business Model Canvas“ Use Cases, Zielgruppen, Bedarfe und Mehrwertversprechen erarbeitet. Die Ergebnisse wurden auf Flipcharts und Metaplanwänden dokumentiert und im Plenum gespiegelt.

Ein weiterer Schwerpunkt lag auf der Frage, „wen es braucht, um das Transformationsnetzwerk zum Leben zu bringen“. In einer interaktiven Arbeitsphase beschrieben die Teilnehmenden Rollen wie Impulsgeber, Nutzer, Netzwerker und Unterstützer und hinterlegten erste persönliche Commitments auf Kärtchen („Ich finde das Transformationsnetzwerk gut, weil…“). Damit wurde bereits im Workshop ein erstes sichtbares Bekenntnis aus der regionalen Wirtschaft und den Institutionen zur Idee eines gemeinsamen Netzwerks geschaffen.

Flankiert wurde der Prozess durch einen Impuls von Marc Schnitzler (Handwerkskammer Aachen), der aus Sicht des Handwerks die Notwendigkeit und den Nutzen eines regionalen Transformationsnetzwerks hervorhob. Die Kreisverwaltung machte zugleich deutlich, dass sie sich nicht nur als Koordinatorin und Schnittstelle zwischen Wirtschaft, Wissenschaft und Politik versteht, sondern sich mit einem eigenen Programm zur Digitalisierung und Verwaltungsmodernisierung selbst aktiv der Transformation stellt.

Zum Abschluss skizzierten Wirtschaftsförderung, AgiPlan und FHM die nächsten Schritte: Auf Basis der Workshopergebnisse soll kurzfristig im Rahmen unseres Instituts ICDI mit den Stakeholdern aus dem Kreis Düren ein tragfähiges Organisations- und Betriebskonzept für das Transformationsnetzwerk erarbeitet werden. Dieses umfasst unter anderem Leistungsumfang, erwartete Wirkung, Einbindung bestehender Programme, Personal- und Raumkonzept, Träger- und Zuständigkeitsstruktur, Betreibermodell sowie Finanzierung des laufenden Betriebs. Die Ergebnisse werden in eine Beschlussvorlage für den zuständigen Fachausschuss (ARS, Ende Mai) einfließen und bilden die Grundlage für eine politische Entscheidung über den Aufbau eines von Wirtschaft, Wissenschaft und Politik gemeinsam getragenen Transformationsnetzwerks im Kreis Düren.

Die fotografische Begleitung der Veranstaltung übernahm Melanie Fredel.

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