Klima- und Ressourcenschonende Gewerbegebiete im Fokus: Projekt KREGI stellt Ergebnisse Zwischenergebnisse vor
Wie können Gewerbe- und Industriegebiete künftig klima- und ressourcenschonend geplant werden? Diese Frage gewinnt vor dem Hintergrund von Strukturwandel und Klimazielen zunehmend an Bedeutung. Antworten darauf lieferte die Veranstaltung „KREGI – von der Forschung zur Anwendung“, die am 10. März 2026 im Dorint Hotel in Düren stattfand. Rund 60 Teilnehmende aus Kommunen, Wirtschaft und Planung kamen hier zusammen. Im Mittelpunkt stand das bundesweite Pilotprojekt „Klima- und Ressourceneffizienz in Gewerbe- und Industriegebieten“ (KREGI), das im Rheinischen Revier entwickelt wird.
Ziel des NRW-Ankerprojekts ist es, bis 2027 einen umfassenden Maßnahmenkatalog zu erarbeiten, der Kommunen und Bauplanern konkrete Instrumente an die Hand gibt, um neue Gewerbegebiete nachhaltig zu planen. Dabei werden sowohl ökologische Faktoren wie Materialeinsatz und Energieverbrauch als auch Aspekte wie Mobilität, Flächengestaltung und soziale Nutzungskonzepte berücksichtigt.
Im Rahmen der Veranstaltung erhielten die Teilnehmenden Einblicke in eine geplante Webanwendung sowie erste praktische Ansätze für die Umsetzung in der kommunalen Praxis. Zudem bestand die Möglichkeit, eigene Perspektiven einzubringen und sich über eine assoziierte Partnerschaft zu informieren.
Das Projekt hat Modellcharakter: Ein vergleichbarer, systematischer Maßnahmenkatalog für klima- und ressourceneffiziente Gewerbegebiete existiert bislang nicht.Durch die Anwendung in zwei Partnerkommunen im indeland – Inden und Eschweiler – wird der neue KREGI-Maßnahmenkatalog direkt praxiserprobt.
Vor dem Hintergrund des Kohleausstiegs im Rheinischen Revier bis 2030 kommt dem Projekt besondere Bedeutung zu. Neue Gewerbegebiete sollen nicht nur Arbeitsplätze schaffen, sondern zugleich einen Beitrag zu Klimaschutz und nachhaltiger Regionalentwicklung leisten.
Das Projekt wird finanziert vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie und kofinanziert durch das Ministerium für Wirtschaft, Industrie, Klimaschutz und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen. Die Projektleitung obliegt der Faktor X Agentur der indeland GmbH sowie – auf wissenschaftlicher Seite – der ResScore GmbH. Die Projektpartner sind neben der Fachhochschule des Mittelstands (FHM) das Institut für anthropogene Stoffkreisläufe der RWTH Aachen und das Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie. Auch die Gemeinden Inden und die Stadt Eschweiler sind als Partnerkommunen beteiligt.
Bild: Muhrmedia/indeland GmbH
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