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NRW-Minister Krischer: Förderbescheid für Klimaanpassung in OWL übergeben

NRW-Umweltminister Oliver Krischer hat am Montag den Förderbescheid für das Projekt „Klimaresiliente Region OWL“ übergeben. Ziel ist der Aufbau eines digitalen Wissensspeichers, der Kommunen und Kreise in Ostwestfalen-Lippe dabei unterstützt, Klimarisiken wie Starkregen, Hitze und Trockenheit besser zu analysieren, geeignete Anpassungsmaßnahmen auszuwählen und deren Wirkung zu prognostizieren. Durchgeführt wird das Vorhaben von der OstWestfalenLippe GmbH in Zusammenarbeit mit der Technischen Hochschule OWL, dem Fraunhofer IOSB-INA und der Fachhochschule des Mittelstands. Darüber hinaus sind alle Kreise der Region, die Stadt Bielefeld sowie zwölf weitere Kommunen beteiligt. Das Projekt wird bis Ende 2028 durch das Ministerium für Umwelt, Naturschutz und Verkehr des Landes NRW gefördert und durch die Europäische Union kofinanziert.

Foto: Ministerium für Umwelt, Naturschutz und Verkehr NRW

"Die Folgen des Klimawandels sind zunehmend spürbar. Auch die Menschen in Nordrhein-Westfalen haben sie in den vergangenen Jahren im Alltag deutlich erlebt, etwa durch immer häufigere Wetterextreme", sagt Oliver Krischer, NRW-Minister für Umwelt, Naturschutz und Verkehr. Wolfgang Marquardt, Geschäftsführer der OstWestfalenLippe GmbH ergänzt: „Mit dem Projekt Klimaresiliente Region OWL geben wir Kreisen und Kommunen in Ostwestfalen-Lippe ein starkes Werkzeug an die Hand, um die Auswirkungen mit gezielten Maßnahmen zu bremsen – und zwar dort, wo es wirklich zählt. So schützen wir Bevölkerung und Unternehmen effektiv vor den Risiken des Klimawandels.“

Datenbasierte Klimafolgenanpassung

Kern des Projekts ist der Aufbau eines digitalen Klimaspeichers. Dieses Informations- und Planungswerkzeug vernetzt Daten, bündelt Erfahrungen aus Kommunen und macht sie für konkrete Entscheidungen nutzbar. Eine Kombination aus unterschiedlichen Datenbanken, KI-gestützten Analysesystemen und Visualisierungstools ermöglicht es, Maßnahmen über kommunale Grenzen hinweg

zu bewerten, Investitionen fundiert vorzubereiten und die Umsetzung zu beschleunigen. Bestehende Geodateninfrastrukturen werden dabei gezielt eingebunden, um vorhandene Systeme effizient weiterzuentwickeln. So soll ein Werkzeug entstehen, mit dem Kommunen und Kreise bezogen auf ihren speziellen Anwendungsfall hilfreiche Informationen und Handlungsempfehlungen erhalten können. „Wir starten in OWL nicht bei null. Wenn wir vorhandenes Wissen digital bündeln und zugänglich machen, können wir ein Lagebild erstellen, wo bereits wirksame Strukturen bestehen, wo besondere Gefährdungen vorhanden sind und wo Maßnahmen priorisiert werden sollten“, erläutert Professor Axel Häusler von der Technischen Hochschule OWL aus dem Forschungsinstitut IDS.

Grundlage des Klimaspeichers ist, neben einer umfassenden Bestands- und Bedarfsanalyse, ein ökonomisches Bewertungssystem zur regionalen Lage der Klimaresilienz. „Das öffnet den Weg für wirtschaftliche und wirksame Maßnahmen, die Bürgerinnen und Bürgern genauso zugutekommen wie der lokalen Wirtschaft“, ergänzt Professor Klaus Schafmeister von der Fachhochschule des Mittelstands. „Diese Informationen wollen wir technisch integrieren und anschaulich aufbereiten, damit Verwaltung und Politik fundierte Entscheidungen treffen können“,

Regionale Allianz für nachhaltige Transformation

Neben der technischen Infrastruktur steht die Zusammenarbeit im Fokus. Neue Austauschformate, Piloträume und Kooperationsmodelle sollen dazu beitragen, Kommunen, Unternehmen und weitere Akteure stärker zu vernetzen und Klimaanpassung gemeinsam voranzutreiben. Besonders greifbar werden mögliche Maßnahmen durch Exkursionen zu Anschauungsbeispielen in OWL oder dem Aktionskreis Klimaanpassung, der Möglichkeiten zum Erfahrungsaustausch bietet.

Das Projekt ist zugleich eingebettet in den Masterplan Green.OWL und zahlt auf das Ziel ein, die nachhaltige Transformation der Region aktiv zu gestalten. Der Anspruch ist klar: Klimarisiken frühzeitig erkennen, Maßnahmen strategisch bündeln und Ostwestfalen-Lippe Schritt für Schritt resilienter machen – gemeinsam, datenbasiert und umsetzungsorientiert.

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