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| Forschung & Entwicklung

Sektorkopplung in der Praxis: FHM Projekt sammelt Impulse für die Mobilitätswende in Ostwestfalen-Lippe

Wie wird Sektorkopplung konkret umgesetzt? Das Projektteam gewann im Innovationspark Bielefeld praxisnahe Einblicke in Wasserstoff-Infrastruktur und vernetzte Energiesysteme – mit wichtigen Impulsen für die Mobilitätswende in der Region.

Von links: Wolfram Kneist (Gemeinde Kalletal), Sascha Berg (moBiel GmbH), Tim Hempelmann (Hempelmann Tankstellen-GmbH), Mario Hecker (Bürgermeister Gemeinde Kalletal), Elisa Goldmann (Fachhochschule des Mittelstands)
Von links: Mario Hecker (Bürgermeister Gemeinde Kalletal), Elisa Goldmann (Fachhochschule des Mittelstands), Sascha Berg (moBiel GmbH), Tim Hempelmann (Hempelmann Tankstellen-GmbH), Wolfram Kneist (Gemeinde Kalletal)

Wie lässt sich die Energiewende im öffentlichen Personennahverkehr konkret umsetzen – und welche Lösungen sind auch für kleinere Kommunen übertragbar? Diesen Fragen ist das Projektteam im Rahmen des Projekts Sektorkopplung im Innovationspark der moBiel GmbH in Bielefeld nachgegangen.

Gemeinsam mit Vertreterinnen und Vertretern der Gemeinde Kalletal, des Kreises Herford, der Fachhochschule des Mittelstands (FHM) sowie der Hempelmann Tankstellen GmbH stand dabei vor allem eines im Fokus: konkrete Einblicke in funktionierende Lösungen und deren Übertragbarkeit auf die Region.

Der Innovationspark der Stadtwerke Bielefeld Gruppe gilt als eines der zentralen Leuchtturmprojekte für klimafreundliche Mobilität in der Region. Auf dem Gelände der Müllverbrennungsanlage ist ein integriertes System entstanden, das Abfallverwertung, Energieerzeugung und Mobilität intelligent miteinander verknüpft – ein Paradebeispiel für gelebte Sektorkopplung.

Einblicke in eine funktionierende Infrastruktur

Während der Besichtigung erhielt das Projektteam detaillierte Einblicke in die technische Umsetzung vor Ort. Besonders relevant:

  • 29 Brennstoffzellenbusse sind bereits im Einsatz und werden vor Ort gewartet
  • Eine Wasserstofftankstelle mit einer Kapazität von bis zu 1.000 kg sichert die Versorgung
  • Die Infrastruktur ist konsequent auf weiteres Wachstum und Ausbau ausgelegt
  • Perspektivisch ist die Erzeugung von grünem Wasserstoff direkt am Standort geplant – unter Nutzung von Energie aus Müllverwertung und Photovoltaik

Diese Kombination zeigt eindrucksvoll, wie lokale Energiequellen genutzt werden können, um den ÖPNV schrittweise emissionsfrei zu gestalten und gleichzeitig CO₂-Emissionen deutlich zu reduzieren.

Sektorkopplung als Schlüssel für die Region

Für das Projekt Sektorkopplung liefert der Innovationspark wichtige Erkenntnisse:
Sektorkopplung funktioniert dann besonders erfolgreich, wenn verschiedene Infrastrukturen systematisch zusammen gedacht werden – von der Energiegewinnung bis zur Nutzung im Verkehr.

Die Fachhochschule des Mittelstands begleitet das Projekt dabei als wissenschaftlicher Partner und unterstützt insbesondere bei der Aufbereitung der Erkenntnisse, der Entwicklung von Lernformaten sowie der Bewertung der Nachhaltigkeitseffekte.

Zusammenarbeit weiter stärken

Neben den technischen Einblicken stand vor allem der Austausch zwischen den Partnern im Mittelpunkt. Viele Detailfragen konnten geklärt und konkrete Ansatzpunkte für die Weiterentwicklung in der Region identifiziert werden.

Ein zentrales Ergebnis des Treffens:
Die Zusammenarbeit der beteiligten Akteure soll weiter intensiviert werden, um den Wissens- und Technologietransfer innerhalb Ostwestfalen-Lippes gezielt voranzutreiben.

Der Besuch im Innovationspark hat damit deutlich gezeigt:
Die Vision der Sektorkopplung ist längst Realität – und bietet konkrete Ansatzpunkte, um die Mobilitäts- und Energiewende auch in kleineren Kommunen erfolgreich umzusetzen.

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